Freitag, Dezember 25, 2009

Weihnachten 09

Na, wie war euer Weihnachten? Wir haben es uns angewöhnt, jedes Jahr irgendwie anderswo zu feiern. Dieses Mal waren wir bei meiner Schwester F in Frankreich und haben dort mit drei kleinen Kindern geweihnachtet. Im Gottesdienst um 18 Uhr hab ich leider nicht viel verstanden, da sich mein Französisch auf „Wulewucuscheavecmuasisua“ beschränkt, und das kam in den Weinachstliedern irgendwie nicht vor.
Zu Hause hab ich dann im Wohnzimmer den Kindern in Volxbibel Sprache die Weihnachtsgeschichte erzählt und wir haben gemeinsam Jesus „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ gewünscht. Cool.
Dann Bescherung. Sag mal, haben wir als Kinder eigentlich auch soviel geschenkt bekommen? Das waren ja Berge!! Playmobil Piratenschiff, Figuren, zig Autos, usw. usw.
Schatz und ich wollten uns ja (wie fast jedes Weihnachten) eigentlich nichts schenken. Dann hab ich aber doch eine „Amazon Wunschliste“ über den Äther geschickt und meinem Schatz im Vorfeld bereits einen Gutschein geschenkt: „Einen ganzen Tag geht Martin, ohne auch nur einmal zu meckern mit dir shoppen, komme in jeden Laden, den es in der Stadt gibt, berate dich, schau mir alle Klamotten genau an, und werde nicht einmal dabei auf die Uhr schauen.“ Der Gutschein wurde dann einen Tag vor Weihnachten bereits in Saverne eingelöst und natürlich hab ich dann auch ein paar von den Sachen bezahlt… Und was hab ich dann bekommen? Ein Basketballshirt von Dennis Rodman, eine Zusatz für den Wii Controller mit neuen Sportspielen, eben richtig coole Spielsachen! Dann noch lecker Racklett und mit vollen Magen ins Bett.
Am nächsten Tag haben wir dann noch für einander jeder mit Handauflegen gebetet. Ich würde das sagen, dass war ein sehr cooles Weihnachten, hat echt Spaß gemacht. Und ratet mal, was am Ende von all den Dingen am positivesten hängen bleibt?

Freitag, Dezember 18, 2009

Gestern, bei Nina Hagen


Ich glaube es war Anfang Juni, als ich morgens mit einem alten Lied von Nina Hagen im Ohr aufgewacht bin (African Reggae). Da alle meine Platten bei meiner Bekehrung im Müll gelandet sind, hab ich mir die dann bei Ebay noch mal besorgt. Als die Scheibe ankam, musst ich mir erstmal mit Genuss die „Unbehagen“ im Wohnzimmer rein ziehen. Ganz plötzlich fing ich dabei auch an für sie zu beten. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Nina Hagen hatte sich wohl schon einige Zeit vorher taufen lassen und ist seit dem mit Jesus am Start! Wie geil!

Davon hab ich aber erst Ende November mehr durch Zufall erfahren, als ich den neuen Katalog von meinem Verlag in den Händen hielt. Dort wird ihr Buch angekündigt, „Bekenntnisse, mein Weg zu Gott“. Jetzt Google bedient und tatsächlich einige jesusmäßige Zitate von ihr auf ihrer Homepage gefunden! Einem inneren Impuls folgend hab ich dann einfach mal eine Email an sie geschrieben, nach dem Motto „Ich hab gehört, dass du jetzt mit Jesus lebst, Jesusfreaks, bla blup...“ Was mich dann doch überrascht hat, war, dass einige Stunden später bereits eine Antwort kam! Seit dem stehen wir im regen Emailkontakt. Schließlich erzählte Nina mir von ihrem „Jesus is the Rock“ Konzert und fragte mich, ob ich Lust hätte, dort auch mit aufzutreten, um aus der Volxbibel vorzulesen oder so. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich war gestern in Berlin!

Das Konzert war hammergeil. Nina Hagen ist einfach eine obergeniale Musikerin, hat eine gigantische Stimme und so eine krasse Bühnenpräsenz, wie man sie in Deutschland einfach kaum erlebt. Und nebenbei sieht sie auch noch toll aus. Sie sang einige Songs von Johnny Cash, aber auch Gospels und Spirituals mit ihrer gewaltigen Stimme, dass hat mich echt weggeblasen. Zwischen drin wurden in einer Ecke Leute auf die Bühne geholt und von ihr interviewt. Da drunter war der Verleger, ein Typ der auch eine Bibel übersetzt hat und ich.

Man muss sagen, dass die Intervieweten nicht so wirklich was gerissen haben (auch ich nicht), dafür hat sie die Show übernommen und die passenden Antworten gleich selbst gegeben. Eigentlich sollte ich ja auch aus der Volxbibel vorlesen, dann hat sie sich aber das Buch geschnappt, rumgeblättert und ein Stück aus der Bergpredigt hammergeil vorgetragen. Sie meinte vor allen Leuten, die Volxbibel wäre ihre Lieblingsbibel (wobei sie auch noch eine andere Lieblingsbibel hat)!

Zwischendrin hat Nina von ihrem neuen Glauben erzählt. Aber das auf eine so arschcoole Art und Weise, dass ich echt das Gefühl bekam, die Frau hat so ein krasse, göttliche Gabe über Jesus zu erzählen, dass es seines Gleichen sucht. Sie hat es halt ganz anders gemacht, nicht so wie man das kennt, nach Schema F, oder in Pro Christalphakurs24manier.

Ihr müsst wissen, dass im Raum ca. 95% Leute saßen, die mit Gott, Jesus, Kirche nullstens etwas am Hut hatten! Anfangs wurden die christlichen Beiträge (auch von mir) sogar mit Pfiffen begleitet (die kamen aber nur aus einer hinteren Ecke). Nina hat das null gestört und einfach mit ihrem Programm weiter gemacht.

Es ist schon zu befürchten, dass jetzt bald die rechte Ecke bei den Evangelikalen wieder zuschlägt und sie öffentlich fertig macht, ihr den Glauben abspricht, etc. Oder noch schlimmer, dass sie von allen möglichen christlichen Organisationen vor den Karren gespannt wird (so wie Korn in den USA ja auch), zu jedem kleinen evangelistischen Event in Schlupfelhausen als Stargast eingeladen wird und sich dann irgendwann genervt weg dreht (bei Korn ist das noch nicht passiert, bei anderen aber schon). Wobei ich, wenn ich richtig nachdenke, mir eigentlich nicht vorstellen kann, dass sie auf so was rein fällt. Dafür ist Nina Hagen eine zu krasse Persönlichkeit, sie wird sich wohl nicht so leicht vereinnahmen lassen.

Auf jeden Fall haben wir uns im nächsten Jahr auf einen Kaffee verabredet und ich freu mich schon drauf, mit ihr Zeit zu verbringen, wenn es so sein soll.

P.S.: Sie hat auch von der Bühne erzählt, dass sie gestern bei einer erneuten Aufzeichnung von Sandra Maischberg war. Dort hatte sie vor Jahren mal einen echt krassen Auftritt, wo ein anderer Talkgast wegen ihr sogar das Studio verlassen wollte. Sie sagte gestern, in der neuen Sendung, hätte sie auch die Volxbibel mitgenommen und in die Kamera gehalten. Voll geil, wenn sich Leute öffentlich zur Volxbibel stellen, freut mich das total, und bei ihr natürlich besonders. Die Sendung läuft am 22. 12., also in vier Tagen, um 23.00 Uhr.

Dienstag, Dezember 15, 2009

Hunger nach Gott

Hast Du schon mal Hunger gehabt? Ich meine jetzt so richtig krassen Hunger. Vor vielen Jahren hab ich mal versucht zu Fasten. Nach zwei Tagen war ich echt total am Ende, ich konnte nur noch an Essen denken, hab von Hamburgern und Pommes geträumt, dass war echt heftig. Fasten ist glaub ich nichts für mich.

Die Bibel beschreibt an verschiedenen Stellen, dass man nicht nur einen Hunger nach Essen sondern auch einen Hunger nach Gott haben kann. Ich glaube sogar, dass jeder diesen Hunger irgendwie kennt. Man versucht ihn zu stillen, mit spirituellen Sachen, oder mit Drogen, vielen Frauen oder Männerbekanntschaften, Karriere, aber letztendlich wird man nirgendwo richtig satt. Diesen inneren Hunger kann nur Gott stillen.

So ein Hunger ist etwas gesundes, er ist gut für jeden Christen. Warum? Er treibt uns ins Gebet, er schenkt uns Bock auf Bibel lesen, er zieht uns in die Gemeinde, an Orte, wo wir geistliche Nahrung bekommen.

Leider gibt es in vielen Gemeinden keine wirklich geistliche Nahrung mehr. Und ich sehe auch viele Christen, die diesen Hunger zwar kennen, ihn aber lange nicht mehr gespürt haben, sie haben den Hunger verloren.

Wenn man von Essen fastet, kommt irgendwann ein Zeitpunkt, wo man das Hungergefühl verliert. Kann es sein, dass dies auch auf Christen und geistliche Nahrung zutrifft? Sie geben sich zufrieden mit Scheinnahrung, oder sagen sich einfach: "So einen Hunger nach Gott, hat man nur am Anfang als Christ, später geht es mehr in die Tiefe...". Vielleicht sind sie auch an einer Stelle enttäuscht worden oder haben sie sich von irgendetwas geistlich falsch ernährt und da durch Magenschmerzen, bis hin zu Brechreiz bekommen, wenn sie nur an geistliche Sachen denken. Vielleicht liegt es aber auch an irgendwelchen Sündenproblemen, die sie nicht gebacken kriegen.

Ich glaube aber, man kann diesen Hunger wieder zurück bekommen und wenn man ihn noch hat, kann man ihn auch kultivieren. Wenn Du wissen willst, was ich dazu glaube, kannst Du ja nächsten Freitag in den Kultshock kommen, da werde ich über das Thema predigen. Bis dann!

Montag, Dezember 07, 2009

Der Kranke Bote

Der neue Kranke Bote glänzt! Nicht nur in der Aufmachung, auch inhaltlich. Ich habe echt viele Highlights im neuen Heft entdeckt. Zum einen der Artikel von Norbi, theologisch durchdacht, aber auch hammer geil geschrieben. Dann der Artikel über Gnade von Matthias Kraupner (noch in der Küche wurden seine 5 Punkte durch gebetet, auf so geistlich/praktische Sachen stehe ich total) und "Sondermüll forever" von Marcel Leubecher (sprachlich der absolute Hammer, es geht um Holger, der sich "auf der Wolke der Unwissenheit" wohnlich gemacht hat).
Aber gut auch das Interview mit Debora und Mephisto.

Nebenbei gefällt mir, dass die Auswahl der Artikel nicht "glattgebügelt" wirkt, es gibt auch immer mal Texte die ich von der Aussage her scheiße finde (weil ich eine andere Meinung hab). So ist die Bandbreite größer und die Gegensätze sind krasser, was die Zeitung noch in einer anderen Dimension sehr lebendig und interessant macht. Entspricht einfach mehr dem Leben, dass man nicht alles "supertoll" findet, was einem begegnet.

Ich kann nur jedem empfehlen sich ein Abo zu holen oder eins zu verschenken. Weihnachten steht ja vor der Tür. Vielleicht sollte sich die Redaktion auch überlegen, ob man das Zielpublikum nicht mal etwas "aufbohrt". Auf dem Titelblatt steht ja "Das Magazin von und für Jesusfreaks", aber ich denke es ist auch ein sehr gewinnbringendes Magazin für jeden Christen der irgendwie anderes drauf ist. Ein Anfang wäre zu schreiben "Das Magazin von und für Jesusfreaks und ihre Freunde". Denkt ihr das nicht auch?

Samstag, Dezember 05, 2009

Ein neuer Blog


Früher war es mal üblich, neue Blogs vorzustellen, macht heute kaum noch jemand, keine Ahnung warum.

Aber ich will hier mal wieder für einen Blog werben über den ich mich total freue.
Es ist der Blog von Liane!

Ich habe sie ganz zu Anfang bei uns in Hamburg bei den Abhängabenden der Jesusfreaks in Hamburg kennen gelernt. Sie war schon vorher eine Christin, aber hat sich bei uns erst so richtig fest entschieden. Dabei hat sie eine sehr bewegte Geschichte, hat viele Jahre lesbisch gelebt, war Drogenabhängig, mehrmals im Knast, hatte eine Nahtoderfahrung (wo ihr Gott begegnet ist), eigentlich ist sie schwerkrank, einfach heftig. Aber Jesus hat sie nie losgelassen und mit ihm gemeinsam wird ihr ganze Leben Stück für Stück heil. Gerade versucht sie mit dem Rauchen aufzuhören und freut sich über die 3. Woche ohne Kippen. Lohnt sich echt zu lesen, es macht total Hoffnung und Freude, wenn man sieht, wie sie ihr Leben mit Jesus durchzieht (und das würde ich auch sagen, wenn sie kein Volxbibel Fan wäre).

Donnerstag, Dezember 03, 2009

Knafffi, Stoffwechsel und Sabine Ball


Gestern hatte ich ein schönes Treffen im Starbucks, am Kölner Hauptbahnhof. Knafffi war auf der Durchreise und wir hatten uns auf einen Kaffee verabredet. Er war jahrelang die rechte Hand von Sabine Ball, der „Mutter Teresa von Dresden“, die dieses Jahr verstorben ist. Heute leitet Knaffi die Arbeit dort, welche den Namen "Stoffwechsel" trägt.

Wir hatten eine echt gute Zeit und am Ende drückte er mir ein Buch in die Hand. Es war die erst kürzlich im Brunnen Verlag erschienene Biographie: „Sabine Ball, Begegnungen und Erinnerungen“.


Eigentlich hatte ich nur ein paar weinge Begegnungen mit dieser besonderen Frau. Christival 96 waren wir gemeinsam in einer Talkrunde. Dann kann ich mich an ein kurzes Treffen auf irgendeinem Kirchentag erinnern. Am heftigsten war aber für mich die Begegnung auf dem Christival 2008 in Bremen. Dort hatte ich in einem kleinen Raum eine Lesung und gegen Ende ging die Tür auf und Sabine kam mit Knaffi in den Raum. Sie setzte sich in die letzte Reihe und wartete dort geduldig bestimmt über eine Stunde, bis ich das letzte Gespräch mit einem Teilnehmer beendet hatte. Ich lief zu ihr hin, kniete mich vor ihren Platz (sie konnte zu dem Zeitpunkt nicht viel stehen) und wir umarmten uns lange. Es war das erste Mal, seit meinem Crash 1999, das wir uns trafen. Leider weiß ich nicht mehr genau, was sie alles zu mir gesagt hat, aber ich kann mich noch da dran erinnern, dass sie meinte: „Martin, ich hab die ganze Zeit für Dich gebetet und ich war mir ganz gewiss: Der Martin wird wieder zurückkommen!“. Spätestens da liefen mir die Tränen über die Wangen … .

Heute, beim Frühstück in der Küche, hab ich die ersten Kapitel dieses Buches gelesen und es passierte wieder: Eine Träne nach der nächsten kullerte meine Wangen runter. Ich hab beim lesen irgendwie dieses liebevolles Lächeln vor meinem inneren Auge gesehen und die Gefühle haben mich übermannt. Es war so krass, dass ich streckenweise das Buch beiseite legen musste. Wisst ihr, so Heilungsstory von Evangelist XY sind ja auch sehr inspirierend, oder Bekehrungsgeschichten von Missionar YZ. Aber wenn man so etwas ließt, wie eine 80jährigen Frau zu den Punks auf den Baugwagenplatz in Dresden geht und ihnen von Jesus erzählt, wie sie ihre Gefühle schildert und wie ihr Motivation dabei rüberkommt, dann stellt das für mich gerade alles andere in den Schatten. Ich habe lange nicht mehr geweint, aber dieses Buch hat mir die alte Dame noch einmal so live ins Bewusstsein geholt, ihre lieben Augen, wie sie damals meine Hand streichelte, wie sie zu mir sprach, dass ich nicht anders konnte, als zu flennen wie ein Schloßhund. Bis bald, Sabine Ball! Wir werden uns wieder sehen. Du warst eine echt tolle Frau!

Dienstag, November 24, 2009

Hurra, ich schnarche...


Es fing ganz plötzlich an. Früher hab ich mich noch immer beschwert, wenn im Gemeinschaftszimmer irgendwelche Alex Ts, so laut geschnarcht haben, dass ich nicht pennen konnte. Vor ca. 6 Monaten beschwerte sich meine Frau: "Martin, du schnarchst!". Und das hat sich gesteigert, zur Zeit bin ich beim Brasilianischen Regenwald, in einer Nacht. Für den Partner ist so was natürlich total ätzend, aber für mich auch. Das Problem ist nämlich, dass ich manchmal so laut säge, dass ich sogar von meinem eigenen Geschnarche aufwache (falls mich meine Frau nicht schon vorher per Ellenbogencheck aufgeweckt hat...)!

Nun gab es auch viele Tage wo ich tagsüber voll müde war. Rahel hat mir dann erzählt, sie hätte das Gefühl, ich würde manchmal auch Atemaussetzer in der Nacht haben. So was nennt sich "Schlafapnö", und ist nicht so unbedingt nett.

Darum war ich also mal wieder im Krankenhaus.
Dort wurde ich mit so einem netten Gerät ausgestattet, was Herzströme misst und auch Geräusche aufzeichnet. Das sollte ich die folgende Nacht mal umschnallen.

Am nächsten morgen dann (mit 1,5 Stunden Wartezeit, total unverständlich) die Auswertung: "Nein, sie haben KEINE Schlafapnö, Herr Dreyer". Der Doc sagte mir auch, dass er viele Jahre in der "Schnarchforschung" gearbeitet hätte und er käme zu dem Schluss, dass man gegen das Schnarchen nur eine Sache machen kann. Nämlich nichts. Die möglichen Operationen sind sehr schmerzhaft und bringen nur zu 30% eine Besserung.