Montag, Dezember 06, 2010

Der letzte Einsatz für 2010: Chemnitz

Dieses Wochenende war mein voraussichtlicher letzter Einsatz in diesem Jahr. Es ging nach Chemnitz, wo ich einer der Sprecher der „Männerkonferenz“ war und Samstag Abend dann noch auf der „Jesus Party“ für Jugendliche predigen sollte. Veranstalter ist diesmal Tilo Reichelt und der „New Generation e.V." (die Arche) gewesen.

Wie die letzten Einsätze auch bin ich ganz tief bewegt wieder nach Hause gefahren. Beim Abschied musste ich fast heulen, weil in der kurzen Zeit für mich wieder super intensive Beziehungen entstanden sind.

Es hat mit echt geflashed, was für eine geile Arbeit Tilo Reichelt mit seinen Leuten dort aufgebaut hat. Auf dem Weg zur Bahn hat mir Tilo noch viele sehr interessante Lektionen erzählt, die er in den zum Teil harten Jahren von Gott gelernt hat, in denen die Arbeit in Chemnitz entstanden ist. Ich dachte dabei, dass wirklich viele Leute von den Sachen profitieren könnten, die er gelernt hat.

Beim Männerseminar wurde ich für ein ganz spezielles Thema angefragt, so was macht eine Vortrag oder Predigt immer etwas schwerer. Ich sollte über „Der Mut neue Wege zu gehen“ sprechen. Meine Hauptvorbereitung fand dann erst in der Bahn statt, weil alles, was ich bis dahin auf dem Papier hatte, irgendwie kraftlos war. Ich mag es eher nicht, so total unvorbereitet in einen Predigtdienst zu gehen. Auf jeden Fall hat Gott mir dann doch drei Punkte gezeigt, die wohl ganz gut getroffen haben, was die Reaktionen so zeigten.

Bei der anschließenden Jesusparty für Jugendliche hab ich wieder meine Jesuspredigt gehalten, aber in einer etwas anderen Form. Beim anschließenden Aufruf sind ca. 90% der Jugendlichen aufgestanden, so was hab ich in der Form lange nicht mehr (vielleicht sogar noch nie) erlebt, krass!

Am Ende der Veranstaltung kam dann Tilo nach vorne und sagte, dass die Jugendlichen auch noch ein Geschenk für mich hätten und ich sollte mal in die Mitte des Raumes kommen. Ich stand dann da etwas verloren, als plötzlich aus einer Ecke fünf Jugendlichen mit Rosen auf mich zu kamen. Die erste, ein junges Mädchen, überreichte mir eine Rose und sagte so was wie: „Martin, wir wollen uns bei Dir bedanken, dass Du Dein Leben so für Jesus eingesetzt hast!“ Der nächste sagte irgendwie „Danke für die Volxbibel! Das Du die gegen alle Kritik geschrieben hast, sie hat uns echt geholfen!“ Und so ging das weiter …. Dabei hab ich immer in die Gesichter geschaut und stellte fest, das war alles total echt und ehrlich gemeint. Also, was soll ich sagen, mir kamen die Tränen und ich musste aufpassen, nicht voll loszuheulen. Sowas ist mir wirklich noch nie passiert und es hat mich echt umgehauen.



Bin dann ganz erfüllt und glücklich wieder nach Hause gefahren. Ich werde wohl im Dezember wie immer einen Jahresrückblick schreiben, wo ich versuche die Highlights des Jahres noch mal ins Gedächtnis zu rufen. Die Erinnerung verblasst so schnell, dabei war diese Jahr wirklich sehr intensiv und ich durfte doch mehr Früchte ernten, als ich es zu hoffen gewagt habe.

2 Kommentare:

Pia hat gesagt…

Hallo, Martin, da ich älter als Du bin (3 Jahre) duze ich Dich mal...;o). Ich habe das Buch von Martin Gundlach "Es gibt ein Leben nach der 40" gelesen (gekauft in der ev. Gemeinde Berlin-Tempelhof). Deine Ausführungen über Dein Leben haben mich berührt und mir auch geholfen. In meinem Leben gab es keinen Gott oder Jesus, obwohl meine Eltern getauft waren, haben sie es nicht gewagt, uns 3 Kinder in der DDR zu taufen...sehr schade, aber ich möchte das nachholen, da ich durch Tiefschläge des Lebens zu Gott gefunden habe und das mit tiefster reinster Liebe und Ehrlichkeit...emotional haut mich das immer noch um, aber das ist auch schön...es ist mir wie Dir gegangen, erst gebrannt, dann ausgebrannt, ganz unten, um das Licht zu finden ! Demut bringt einen weiter und die echte Liebe zu Gott, nicht die richtige Aussprache der Gebete ist wichtig, sondern dass ich sie mit Liebe erfülle, habe soviele Antworten bekommen, es ist Wahnsinn ! Eins gebe ich Dir noch auf den Weg mit, die Menschen im Osten sind verdammt ehrlich und viel besser, als viele glauben...ich wünsche Dir eine gesegnete Zeit und dass Du im Herzen immer so empfindest wie jetzt...niemand liebt uns so wie ER, mit all unseren Schwächen und unseren schönen Seiten !
Herzlichst Pia

Martin.D[x]D.nitraM hat gesagt…

Ja, Pia, dass stimmt echt. Der Osten rockt total und viele meiner Einsätze dort hin, waren wirklich tief und ganz besonders.