
Rahel und ich waren gestern bei einem Konzert von Nina Hagen in der Gethsemane Kirche in Berlin. Hier ein kurzer Bericht:
Als wir ankamen stellen wir fest: Die Kirche ist brechend voll! Die Leute (auch Rahel und ich) mussten uns im Mittelgang auf den Fussboden setzen, um noch einen Platz zu bekommen. Ich glaube, dass dort vielleicht gerade mal Weihnachten soviele Besucher reinkommen, aber sonst nie.
Generell hatte das ganze Konzert eigentlich ganz viel von einem Gottesdienst. Es gab Musik (oder auch Lobpreis), die Jesus im Mittelpunkt hatte. Viele dieser Lieder waren wirklich Gebete. Nina selbst hat oft zwischendrin was zum Inhalt der Texte gesagt, das war fast wie so kleine "Minipredigten" von ihr, manchmal auch zu irgendwelche Themen, wie Liebe aber auch Politik.
Vorne war der Altaraum mit richtig coolen bunten Lampen ausgeleuchtet, die, durch sich verändernde Farb- und Formwechsel, die Atmosphäre im Raum ganz cool gestaltet haben.
Ninas Band war unglaublich gut, da saß jeder Griff. Aber der Hammer der ganzen Show war eindeutig Nina Hagen selbst. Sie hat mir ihrer einzigartigen Stimme (die in der großen Kirche nicht sehr vertsärkt werden musste), den ganzen Kirchraum komplett ausgefüllt. Was aber das wichtigste für mich war: Jesus kam total in all dem rüber, was sie dort gemacht hat! Es war im Grunde wie ein richtig cooler Gottesdienst, mit dem Unterschied, dass die Besucher überwiegend normalerweise nie in einer Kirche gehen würden! Ich behaupte jetzt mal, dass sich vielleicht gerade 5-10 Prozent der Besucher als Christen bezeichnen würden. Trotzdem waren sie alle in der Kirche und haben dafür sogar richtig Eintritt bezahlt! Wer schafft sowas heute noch? Ich kenne keinen Prediger oder auch Musiker, der, in der Form, so eine Veranstaltung in einer Kirche gemacht hat, wo soviele Nichtchristen gerne hingekommen sind.
Am Ende waren wir noch Backstage und konnten (ähnlich wie auf dem Kirchentag) Nina dabei beobachten, wie sie total liebevoll und super geduldig wirklich jedem Typen, egal wie nervig der rüberkam, ein Autogramm gegeben hat und sich auch zum xten Handyphoto lächlend mit den Leuten aufstellt. Wo die Frau nur die Geduld und Liebe herkriegt? Es kann eigentlich nur von Jesus selbst sein (ich wäre schon bei der 10 Photoanfrage genervt gewesen, spätestens...).
Rahel und ich sind wirklich innerlich vom Heiligen Geist geflashed wieder nach Hause gefahren. Das war einer der besten Gottesdienste in diesem Jahr.
2 Kommentare:
Einfach super! Ich finds voll gut wie du mit Nina Hagen so am Start bist! Da geschehen noch Zeichen und Wunder. Die Agape die den Raum überfliesen lässt. Wenn du glücklich bist, bin ich es auch, Martin! Alles Gute euch nach Berlin! Björne
Vielen Dank für den Bericht. Er ist schön zu sehen, wie Gott durch Nina wirkt.
Den Ausdruck "Honk" finde ich dann aber doch etwas menschenverachtend und abwertend. Das klingt nach Arroganz und Überlegenheit, wenn man sowas über andere sagen kann. Wahrscheinlich geistert jedem mal sowas durch den Kopf, aber öffentlich Leute zu diskreditieren ist dann doch noch was anderes. (Insbesondere wenn man als Christ für manche eine gewisse Vorbildfunktion hat.)
Vielleicht hast Du ja kein Ahnung was Honk bedeutet: http://www.sprachnudel.de/woerterbuch/honk
Dann wünsche ich Dir und mir, dass wir auch den Menschen um uns herum so eine Liebe ausstralen können, wie es Nina tut.
Gottes Segen dabei! Daniel
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