
Ich hab es mir zu einem Ritual gemacht, Anfangs wenn ich bete Gott erstmal für die Sachen zu danken, die er in meinem Leben bis heute getan hat. Egal wie meine Situation auch gerade ist, wenn ich die vielen guten Dinge noch mal rückwirkend in den Blick bekomme, muss ich ihm einfach danken. Aus dieser dankbaren Perspektive kann ich dann auch viel besser, mit viel mehr Glauben, für die Sachen beten, die vor mir, in der Zukunft, liegen. Die Wunder die Gott getan hat, motivieren mich auch immer extrem und feuern mich an. Darum unterhalte ich mich auch voll gerne mit Leuten über die erste Zeit bei den Jesusfreaks, weil wir in den Jahren wirklich krasse Wunder erlebt haben.
Es gibt auch einen Blick zurück, der mir hilft aus Fehlern zu lernen. Ich habe viele große Fehler im Dienst für Gott getan und hab mich oft gefragt, wie es dazu überhaupt gekommen ist. Wenn ich mein Leben im Rückblick immer mal wieder analysiere, kann es mich vor Fehlern in der Zukunft bewahren.
Allerdings kann es auch eine Form des Rückblicks geben, der zum Stillstand im Glauben führt. Wenn man nämlich immer mit verträumtem Blick zurückschaut, dann wird plötzlich alles viel schöner, als es in Wirklichkeit war. Dann heroisiert man sogar die größten Dummheiten und denkt: „Ach ja, damals! Das war so schön, so wird es nie mehr sein…“.
Ich möchte eigentlich immer nach vorne leben, mich von der Zukunft begeistern lassen, von den Möglichkeiten die das Leben noch so mit sich bringt. Aber ich will auch aus der Vergangenheit lernen und sie nicht vergessen.
Ich komme da drauf, weil ich mir heute ganz bewusst einmal meine letzte Predigt anhören wollte, die ich vor meinem Ausstieg aus dem Dienst bei den Jesusfreaks Hamburg am Abhängabend gehalten hab. Die Predigt stammt vom September 97 und es ging um das Thema „Frieden“.
9 Kommentare:
danke für die Predigt, ist voll die HG Predigt.
Ich denke genauso darüber wie du. Lerne auch aus der Vergangenheit, aber lebe in der Gegenwart und Zukunft.
..hey, sehr cooler Beitrag mein Lieber!
ja, Blick zurück mit Dankbarkeit ist voll die Powerquelle!!
Segen
Ja, ich denke, wenn man sich genügend Zeit nimmt,ist dieses zurück-blicken sehr wertvoll. Als kurzer Tagtraum jedoch stellt es wohl eher ein Flucht aus den Anforderungen des Tages dar. Wie auch immer, Gott liebt uns sowieso, er hat uns schließlich "gebaut".
Philipp
Es ist immer spannend wenn ich Leute von sich selbst sagen höre: "Meine Arbeit im Dienst für Gott"
(Welch subtile verheiligung des täglichen tun.)
Oh bitte - die Geschichte ist voller mehr oder weniger grausiger Beispiele . Ohne jemandem Nahe treten zu wollen - kein einziger kann behaupten sein Tun wäre "im Dienst für Gott" - er kann nur hoffen das es in der Tat so war
@shalimar les doch noch mal den ganz Post, ich schreib ja von vielen Fehlern, die ich im Dienst gemacht habe. Vielleicht hast Du den Post nicht ganz verstanden? Dienst für Gott meint alles, was man glaubt für ihn zu tun.
It is easier to get than to keep it.......................................................
ja, Martin, kann ich nur bestätigen. Ähnliche Gedanken über meine Taten/Vergangenheit kann ich auch berichten.
Ein Blick zurück mit Dankbarkeit ist sehr gesund. Fast kommt es mir vor, als wenn das nur möglich ist, wenn der HG das bewirkt. Weil dann ist das nicht aufgespielt und man bekommt mehr Einblicke in das, was Jesus so gemacht und bewirkt hat - und wie er aus Niederlagen Gold gemacht hat.
Mensch Martin.
Hast Du nicht bald genug zurückgeblickt?
不勞而獲的事情,並沒有價值........................................
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