Auf der Durchreise von Köln nach Berlin (ich bin dort auf der Jugendkonferenz
U-Turn eingeladen worden) will ich noch schnell was über das
Freakstock 2009 (
hier ein WDR Bericht) posten.
Eine Schlüsselerkenntnis hatte ich diesmal bereits einige Monate vor dem Freakstock, in einem Gespräch mir
Mirko. Er sagte mir, dass sich für ihn der Auftrag vom Freakstock verändert hat. Früher war es ein Treffen der Jesusfreaks, wo sie geistliche auftanken können, die Freunde waren aber auch eingeladen. Heute ist Freakstock mehr zu einem Treffen für viele andere Christen geworden, wo es um Jesus, aber eben auch um Party und Konzerte geht. Das geistliche Auftanken für Jesusfreaks soll jetzt vor allem auf dem Willowfreak stattfinden. Diese kleine „Erkenntnis“ hat mir einen ganz neuen Blick auf das Freakstock geben und ich finde einen viel besseren, weil entspannteren.
Das neue Gelände
Das neue Gelände ist der absoluter Hammer! Es ist dem Freakstockteam wirklich ein Geniestreich gelungen. Ich bin total begeistert von dem ganzen Teil! Es trägt vielen Veränderung in der Bewegung Rechnung. Besonders die Familienfreundlichkeit (warme Duschen, Spielplatz, „echte WC’s“) war etwas, was wir in Gotha nie wirklich realisieren konnte. Aber auch für die Leute, die sagen, dass Zelten nicht mehr so der Hit für sie ist (Hallo, ich bin einer davon) bieten die vielen Zimmer mit richtigen Betten ein echt geniales neues Zuhause.
Das ganze Teil ist gut überschaubar, die Strecken sind nicht mehr so ewig lang, man kann gut in 5-10 Minuten von einem Ende zum nächsten kommen. Turbinenhalle, Sportplatz, alles wirklich wie gemacht für unser Festival.
Die Konzerte
Konzerte hab ich um ehrlich zu sein, nur eins mitbekommen, das von jansalleine. Und das war echt der der Hammer, ich mag ihn einfach und seine Musik zaubert immer eine total schöne, ehrliche, irdische und gleichzeitig himmlische Atmosphäre in den Raum. Die Leute waren auch alle total begeistert und hätte es mehr Zeit gegen, die Zugabenforderung wäre ohne Ende weiter gegangen.
Die Gottesdienste
Auch hier hab ich um ehrlich zu sein, nur einen ganz mitbekommen. Und das war der letzte am Sonntag morgen. Kristian hat gepredigt, und wie! Ich muss hier echt umdenken, denn ich dachte bis Dato immer, dass Kristian der genialste Lobpreiser der Welt ist, aber als Prediger hab ich ihn nicht so hoch eingeschätzt. Aber alter Verwalter, dass war wirklich eine sehr krasse, vollmächtige Predigt. Dazu aber auch lustig, geistlich, tief, spielerisch, schräge, emergent, oldschool, und mir würden noch mehr Attribute einfallen. Hammer.
Den anderen Gottesdienst kam ich erst zu Predigt, die ich also nur zur Hälfte gehört hab. Ich kannte den Prediger nicht und hab daher den Namen nicht im Kopf, aber das war auch erste Sahne. Dazu hat mich Fabse schwer begeistert, mit was für einer Souveränität der die Gottesdienste geleitet hat, Abendmahls Liturgie, Ansage, ein absolute geiler Leitertyp.
Die Atmo
Die Atmosphäre hab ich diesmal als sehr liebevoll empfunden. Sorry, mir fällt kein besseres Wort ein, auch wenn das etwas schwul klingt. Die Besucher sind alle total nett miteinander umgegangen, viele haben gelächelt, sich berührt, umarmt, es war einfach sehr schön, dass zu sehen. Vielleicht sind wir ja auch gerade im "Liebesstrom" (lol). Jesus war auf jeden Fall auf dem Gelände krass präsent. Ich habe auch das Ministryteam besucht, die (fast wie in einer Klinik) in einem Extratrackt mehrere „Behandlungsräume“ hatten. Wartezeit: Bis zu drei Stunden !!! Großer Bedarf und echt viel Arbeit.
Die Kopten
Die Kopten haben uns als ihre Gäste wirklich willkommen geheißen. Ich habe zwei kurze Gespräche mit dem Pater gehabt, der das ganze Ding dort leitet. Alle die mit ihm Kontakt hatten, waren sich einig: Ein voll netter und auch heftiger Mann! Ich hab bei ihm eine krass liebevolle Ausstrahlung empfunden, die mir aber auch gleichzeitig Ehrfurcht und Respekt eingeflößt hat.
Was ich gemacht hab
Ich habe dieses Jahr ein Konzert mit der Gruppe Psalm 19 im ARTLand gehabt. Es war sehr umkämpft, da der DJ und Benski (von Freispruch) beide im Stau standen. Dank dem ARTland Team und einem sehr lieben DJ bekamen wir dann eine Stunde später am Abend noch dazwischen geschoben und haben das Programm abgespielt. Es hat riesig Spaß gemacht, der Raum war brechend voll und die Reaktionen waren auch sehr nett.
Dazu hab ich an einer Talkrunde über die Zukunft der Jesusfreaks teilgenommen, die von Frank (vom Kranken Boten) sehr genial moderiert wurde.
Zusammenfassung:
Freakstock rockt. Das neue Gelände ist der Hammer. Es ist total von Jesus, dass wir mit der neuen Struktur und dem neuen Leitungskreis nun auch ein neues Gelände von Jesus bekommen haben, wo wir unser Festival feiern können. Jesus war da und er hat wie immer heftige Sachen gemacht. Es war die mit Abstand beste Party des Jahres.
P.S.: Photos folgen.